KURZINFO
Sechs junge Menschen lernen sich in einem Suizidforum «virtuell» kennen und beschliessen sich «real» zu treffen, um sich auf eine gemeinsame, letzte Reise in die Schweizer Berge zu begeben und dort zusammen aus dem Leben zu scheiden. Womit sie nicht gerechnet haben: Ein gemeinsam gefasster Entschluss reicht nicht unbedingt, um sechs unterschiedliche Schicksale auf dieselbe Art und Weise zu beenden.

Das Spielfilmdebüt des Schweizers Luzius Rüedi ist ein starker Film, intelligent und berührend. Besonders beachtenswert ist die Tatsache, dass der junge Regisseur dieses ernste Thema mit viel Tiefe und auch mit feinem Humor umzusetzen wusste. Das Schauspielerensemble ist grossartig und SUNNY HILL lief zu Recht im Wettbewerb des internationalen Filmfestivals von Montreal und erhielt hervorragende Kritiken, u.a. im wichtigsten Filmbranchenblatt VARIETY.

 

STORY
GABRIEL ist schwer krank, so schwer, dass er laut seiner Ärzte nur noch wenige Monate zu leben hat. Da er seine Grossmutter auf ihrem Leidensweg begleitet hat, will er sich die letzte Leidenszeit ersparen und sich vorher umbringen. Doch er möchte diesen schwierigen Weg nicht alleine gehen und sucht Gleichgesinnte, welche mit ihm zusammen aus dem Leben scheiden wollen.

In einem einschlägigen Internetforum trifft er fünf Menschen, welche sich – aus unterschiedlichen Gründen – das Leben nehmen wollen. Allen gefällt der Gedanke, dies nicht alleine tun zu müssen. Man verabredet sich in Berlin, um dann gemeinsam die Reise in die Schweizer Berge zu machen. Gabriel’s Familie hat dort ein Haus, das lange nicht mehr benutzt wurde und das für diesen Zweck wie geschaffen scheint. Gabriel übernimmt die Organisation und macht es sich zur Aufgabe den Zusammenhalt der Gruppe zu sichern, damit das gemeinsame Ziel – sich das Leben zu nehmen – auch erreicht wird.

Er unterschätzt jedoch die Eigendynamik, welche die Gruppe entwickelt. Schnell wird klar, dass es mit jedem Tag schwieriger wird die Gruppe zusammenzuhalten. Fest entschlossen das Vorhaben durchzuziehen wird Gabriel immer fanatischer und verliert auf diese Weise immer mehr die Kontrolle. Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen sich gemeinsam das Leben zu nehmen, gibt es erste Auflösungserscheinungen innerhalb der Gruppe. Einer nach dem anderen beginnt sich selbst und seinen Entscheid zu hinterfragen. Je mehr Druck Gabriel aufsetzt, desto mehr wehren sich einzelne Gruppenmitglieder dagegen.